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  • Anastasia Michailova

Iguanodon: Steckbrief und 10 spannende Fakten über den Dinosaurier

Iguanodon: Viele würden diesen Dinosaurier in Filmen und Büchern wiedererkennen. Aber nur wenige wissen, wie er heißt. In diesem Beitrag erfährst du 10 spannende Fakten über Iguanodon, die du vielleicht noch nicht wusstest.


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Iguanodon: Steveoc 86 (Creative Commons) & Hintergrund: Lubo Minar (Unsplash)

Iguanodon: Steckbrief

  • Gattung: Iguanodon („Leguanzahn“)

  • Gruppe: Iguanodontidae

  • Entdeckung: 1809

  • Zeitliches Auftreten: vor 139,3 bis 112,9 Mio. Jahren (Unterkreide)

  • Fundorte: Europa, Nordamerika, Asien, Afrika

  • Körperlänge: bis 10 Meter

  • Höhe: bis 4 Meter

  • Gewicht: bis 5 Tonnen



1. Iguanodon – Was bedeutet sein Name?


Im Jahr 1822 wurden in Cuckfield bei Sussex (England) gleich mehrere fossile Iguanodon-Zähne sichergestellt. Sie gehörten zu den frühesten Funden dieses Dinosauriers. Weil die Zähne heutigen Leguan-Zähnen sehr ähnlich sahen, nannte man diese neu entdeckte Art erst „Iguanosaurus“ (Leguan-Echse) und später schließlich „Iguanodon“ (Leguan-Zahn).


2. Iguanodon war so groß wie ein Kleinbus.


Von Kopf bis Fuß erreichte ein ausgewachsener Iguanodon eine Körperlänge von bis zu 10 Metern. Das entspricht der Größe eines Kleinbusses.


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Iguanodon: Steveoc 86 (Creative Commons)

3. Iguanodon ist der Namensgeber einer ganzen Dinosaurier-Gruppe.


Der erste Knochenfund (Schienbeinknochen-Fragment) dieses Dinosauriers wurde über 150 Jahre lang nicht beachtet. Erst 1970 identifizierte man das Fossil als Iguanodon. Dieser wurde gleich zum Namensgeber einer ganzen Gruppe von Dinosauriern – den Iguanodontidae.


4. Auch in Deutschland wurden Iguanodon-Fossilien entdeckt.


Überreste des Iguanodon wurden gleich auf mehreren Kontinenten gefunden. Auch in Deutschland – genauer in Nehden (Nordrhein-Westfalen) – konnten die Fossilien von gleich zwei Iguanodon-Jungtieren freigelegt werden.



5. Iguanodon lief auf vier Beinen, konnte sich aber auch auf seine Hinterbeine stellen.


Darüber, ob Iguanodon auf zwei oder vier Beinen lief, wurde unter Forschern lange spekuliert. Zu Beginn dachte man, das Tier würde sich Känguru-artig auf zwei Beinen fortbewegen. Mittlerweile geht man davon aus, dass der Dinosaurier die meiste Zeit über auf allen Vieren unterwegs war und sich für kurze Zeit – zum Beispiel zum Fressen – auf seine Hinterbeine stellte.


6. Iguanodon hatte einen kräftigen Schwanz, um sein Gleichgewicht zu halten.


Der Schwanz des Iguanodon war nicht übermäßig lang, aber dennoch schwer. Er war wenig beweglich und wurde wahrscheinlich die meiste Zeit waagerecht zum Boden gehalten. Die Anatomie dieses Dinosauriers lässt vermuten, dass der kräftige Schwanz dazu diente, den schweren, nach vorne gebeugten Rumpf des Iguanodon auszubalancieren – insbesondere dann, wenn das Tier auf seinen Hinterbeinen stand.


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Das Fossil eines Iguanodon im Dinosaur Isle Museum, Vereinigtes Königreich. Bild: N.Cayla (Creative Commons)

7. Iguanodon hatte einen großen Daumendorn.


Ein wichtiges Merkmal des Iguanodon ist der lange Daumendorn an seinen beiden Vorderläufen. Vermutlich nutzte er diesen spitzen Daumenknochen zur Selbstverteidigung und als „Greifhilfe“ bei der Nahrungssuche. Iguanodon war ein Pflanzenfresser und ernährte sich wahrscheinlich von Blättern.


8. Der Daumenknochen des Iguanodon wurde zunächst für ein Horn gehalten.


Zu Beginn dachte man, dass es sich bei den typischen Daumendornen des Iguanodon um Hörner handele. Auf frühen Zeichnungen sieht man den Dinosaurier deshalb manchmal mit einem Horn auf seiner Nase.



9. Iguanodon lebte in Herden.


Die Tatsache, dass häufig gleich mehrere Iguanodon-Fossilien auf einmal gefunden wurden, spricht dafür, dass dieser Dinosaurier in großen Gruppen lebte. Im belgischen Bernissart wurden zum Beispiel gleich 38 Iguanodon-Individuen in einer Kohlegrube entdeckt.


10. Iguanodon wurde vermutlich bis zu 40 Jahre alt.


Gemessen an der Größe und Lebensweise des Iguanodon, vermuten Paläontologen, dass dieser Dinosaurier ein Höchstalter von etwa 40 Jahren erreichte. Das entspricht etwa der Lebenserwartung eines Stegosaurus oder Triceratops.


 

 

Quellen bzw. weiterführende Links:


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