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  • Anastasia Michailova

Aktivkohle-Zahnpasta: Schwarze Zahncreme 1 Jahr getestet | Erfahrungsbericht

Was bringt Aktivkohle-Zahnpasta? Kann sie Zähne wirklich aufhellen? Schwarze Zahncreme ein Jahr lang getestet – der große Erfahrungsbericht. Hier erfährst du alles!


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Ich habe Aktivkohle-Zahnpasta ein Jahr lang getestet.

Im Internet wird viel diskutiert. Ich habe schwarze Zahncreme von verschiedenen Herstellern insgesamt ein Jahr lang getestet. Das Ergebnis: Ja, Aktivkohle-Zahnpasta kann die Zähne weißer machen. Es gibt jedoch auch ein paar Dinge, die man beachten muss.



Auf Instagram und TikTok kursieren Videos von jungen Leuten, die ihre Zähne mit einer mysteriösen schwarzen Zahncreme putzen und danach plötzlich ein strahlend weißes Lächeln haben. Wenn man nach dieser sogenannten „Aktivkohle-Zahnpasta“ googelt, stößt man schnell auf Artikel, die sich fragen, ob dieses Trendprodukt überhaupt eine Wirkung hat oder vielleicht sogar schädlich ist.


Da für mich ein Leben ohne Kaffee so undenkbar ist wie YouTube ohne Katzenvideos, habe ich schon seit vielen Jahren Verfärbungen an den Zähnen. Und zu behaupten, dass sie mich nicht stören, wäre untertrieben. Zum ersten Mal ist mir schwarze Zahncreme auch tatsächlich auf Instagram begegnet. Und wie der Algorithmus nun mal arbeitet, schlug er mir danach andauernd Videos von Influencern vor, die sich ihre Zähne wie durch „Zauberhand“ mit Aktivkohle-Zahnpasta aufhellten.


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Pulver, Maske & Zahnpasta: Was steckt hinter dem Aktivkohle-Trend?

So war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich dazu entschieden habe, die ganze Sache mal auszuprobieren. Seit dem ist ein Jahr vergangen. Was hat es also gebracht? Dazu müssen wir zunächst verstehen, was schwarze Zahncreme überhaupt ist.


Was ist Aktivkohle-Zahnpasta?


Aktivkohle besteht zu mehr als 90 Prozent aus reinem Kohlenstoff und hat die Eigenschaft, alle möglichen Stoffe an sich zu binden. Im Mund etwa soll sie Schmutz und Bakterien aufnehmen. Es gibt Aktivkohle nicht nur als Zahnpasta, sondern auch als Pulver oder Kapseln. Manche trinken sie, um ihren Körper zu „entgiften“. Aus medizinischen Gründen kann das bei tatsächlichen „oralen Vergiftungen“ sogar durchaus sinnvoll sein. Allerdings zieht Aktivkohle auch Stoffe und Bakterien an, die „gut“ für uns sind und in unserem Körper bleiben sollten. Es ist daher durchaus verständlich, dass der Aktivkohle-Trend in der Kritik steht.



Was bringt Zahnpasta mit Aktivkohle wirklich?


Ist Aktivkohle-Zahnpasta gut für die Zähne? Macht sie die Zähne nun weißer oder nicht? Ja, das tut sie – allerdings nicht aus den oben beschriebenen Gründen. Nicht die aufnahmefähigen Eigenschaften der Aktivkohle sorgen für eine hellere Zahnoberfläche, sondern der Abrieb, der durch das Putzen mit den Aktivkohle-Partikeln entsteht.


Aktivkohle-Zahnpasta erzeugt mehr Abrieb als herkömmliche Zahncreme. Dadurch kommt es auch tatsächlich zu einer Aufhellung der Zähne. Die Verfärbungen werden einfach wie mit Sandpapier „abgeschliffen“.


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Aktivkohle-Zahnpasta „schleift“ die Zahnoberflächen ab.

Als ich das erste Mal schwarze Zahncreme in der Hand hielt und mir diese dunkle Substanz auf meiner Zahnbürste so ansah, war ich ziemlich skeptisch. Die Zahnpasta unterschied sich weder in ihrem Geschmack noch ihrer Konsistenz von herkömmlichen Produkten. Aber das Ergebnis hat mich überrascht: Bereits nach drei Tagen konnte ich spürbare Veränderungen sehen.


Daraufhin begann sogar mein Ehemann damit, mir die Aktivkohle-Zahncreme streitig zu machen. Und er kam im Grunde zu demselben Resultat wie ich. Seine Zähne wurden heller und er sprach von einem „deutlich saubereren Gefühl im Mund“.


Disclaimer: Allerdings muss man sich auch bewusst sein, dass die schneeweißen Zähne aus Influencer-Videos im Internet wirklich eine Übertreibung sind. So weiß wie auf TikTok und Instagram werden Zähne durch Aktivkohle niemals werden können.



Welche Nebenwirkungen kann Aktivkohle-Zahnpasta haben?


Aktivkohle-Zahnpasta bietet jeder Person also eine einfache Möglichkeit, um Zähne „in Eigenregie“ aufzuhellen. Allerdings kann die schwarze Zahncreme langfristig, aber auch kurzfristig Nebenwirkungen haben.


Auf Dauer schleift Aktivkohle den Zahnschmelz ab und kann die Zähne sensibler machen. Wer also bereits jetzt mit kälte- bzw. wärmeempfindlichen Zähnen zu tun hat, sollte Aktivkohle-Zahnpasta lieber nicht benutzen. Außerdem kann ein Teufelskreis in Gang gesetzt werden. Auf „aufgerauten“ Zahnoberflächen können sich Beläge und Farbpigmente leichter festsetzen und die Zähne verdunkeln. Und genau das möchte man ja vermeiden.



Eine kurzfristige Nebenwirkung ist mir aufgefallen, als ich den Hersteller der Aktivkohle-Zahnpasta gewechselt und ein neues Produkt getestet habe. Bereits nach einmaligem Gebrauch bekam ich Zahnfleisch-Probleme. Ich hatte zuvor bereits gelesen, dass Aktivkohle in manchen Fällen zu Zahnfleisch-Beschwerden führen kann. Ich konnte allerdings nicht feststellen, in welchem Faktor sich die neu verwendete Zahnpasta von dem vorherigen Produkt so stark unterschied, dass es nun plötzlich zu Beschwerden kam. Eventuell war es einfach die Konzentration der Aktivkohle oder womöglich auch ein ganz anderer Zusatzstoff.


Wie oft darf man Zahnpasta mit Aktivkohle benutzen?


Wer keine empfindlichen Zähne oder regelmäßige Zahnfleischbeschwerden hat, kann Aktivkohle-Zahnpasta durchaus mal ausprobieren. Allerdings sollte man sie nicht dauerhaft anwenden. Ich selbst habe die schwarze Zahncreme zu Beginn zwei Wochen lang durchgängig benutzt (zweimal täglich) und damit meine konventionelle Zahnpasta ersetzt, um schnelle Ergebnisse zu sehen. Seit dem nutze ich sie drei bis vier Mal in der Woche und putze meine Zähne hauptsächlich mit einer „normalen“ Zahncreme – mit einem guten Resultat.


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Was sagt mein Zahnarzt zu Aktivkohle-Zahnpasta?

Was sagt mein Zahnarzt? Ich habe zusätzlich dazu mit meinem Zahnarzt über mein Vorgehen gesprochen. Dieser versicherte, dass im Grunde nichts dagegenspricht, die Zähne ein paar Mal in der Woche mit Aktivkohle-Zahnpasta zu putzen, solange keine Beschwerden auftauchen.


Aktivkohle-Zahnpasta: Mein Fazit nach 1 Jahr


Die Zusammenfassung meines Produkttests: Wenn man Zähne gründlich und konsequent mit Aktivkohle-Zahnpasta putzt, können bereits nach wenigen Tagen spürbare Veränderungen eintreten. Schon nach drei Tagen waren meine Zähne und auch die Zähne meines Mannes sichtbar heller und einzelne Verfärbungen verblassten. Durch den zusätzlichen Abrieb der Aktivkohle hat schwarze Zahncreme also wirklich einen aufhellenden Effekt – meiner Erfahrung nach. Dieser ist allerdings bei Weitem nicht so stark, wie in manchen Videos auf Social Media verbreitet wird. Die Erwartungen sollten also nicht zu hoch sein.



Man sollte außerdem wissen, dass Zähne durch die abschleifende Wirkung von Aktivkohle langfristig empfindlicher und auch anfälliger für neue Verfärbungen werden können. Schwarze Zahncreme ist also nicht für den dauerhaften Gebrauch geeignet. Je nach Konzentration der einzelnen Inhaltsstoffe kann das Produkt auch zu Zahnfleisch-Beschwerden führen. Am Ende muss jeder einfach das wählen, was für sie oder ihn am besten funktioniert.


Welche Aktivkohle-Zahnpasta? Mein Favorit


Mit der Aktivkohle-Zahnpasta von ECODENTA (von Zahnärzten geprüft) war ich sehr zufrieden. Sie konnte meine Zähne spürbar aufhellen und ich benutze sie bis heute regelmäßig. Ihre Inhaltsstoffe stammen zu 98 Prozent aus natürlichem Ursprung. Die Zahnpasta ist vegan und – für wen das wichtig ist – fluoridfrei. (Letzteres war für mich nicht ausschlaggebend, da meine zweite Alternativ-Zahnpasta wiederum Fluorid enthält.) Außerdem sorgt der Grüntee-Extrakt „Teavigo“ (laut Hersteller) für einen zusätzlichen Schutz gegen Plaque, Karies und Mundgeruch. Ätherische Minzöle erzeugen ein Gefühl von langanhaltender Frische. (unbezahlte Werbung)



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