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  • Anastasia Michailova

British Guiana 1c magenta: Alles über die teuerste Briefmarke der Welt

Die „British Guiana 1c magenta“ gehört mit einem Verkaufswert von 9,5 Millionen Dollar zu den teuersten Briefmarken überhaupt. Aber was macht dieses kleine Stück Papier so wertvoll? Ist sie wirklich die teuerste Briefmarke der Welt? Dieser Beitrag klärt alle spannenden Fragen.


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Ist die One Cent Magenta die wertvollste Briefmarke der Welt?

Sie ist rund 170 Jahre alt, in etwa so groß wie ein Fingerabdruck und kostete einst nur einen Cent: die „British Guiana 1c magenta“. Heute ist das kleine, achteckige Postwertzeichnen in Purpur-Farbe 9,5 Millionen Dollar wert. Dabei blickt die One Cent Magenta auf eine ereignisreiche Geschichte zurück.



Übersicht zur „British Guiana 1c magenta“


  • Land: British-Guayana, heute Guyana (Südamerika)

  • Nominalwert: 1 Cent

  • Einführung: 1856

  • Bildmotiv: Segelschiff mit Inschrift

  • Inschrift: „Damus Petimus Que Vicissim“ (deutsch: „Wir geben und nehmen im Wechsel“)

  • Farbe: Magenta

  • Form: achteckig

  • Auflage: unbekannt

  • Besonderheit: vermutlich ein Unikat

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One Cent Magenta. Bild: United Kingdom Government (CC)

Die „British Guiana 1c magenta“ entstand aus der Not heraus.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts war Guayana eine britische Kolonie. Im Inland Guayanas durften die landeseigenen Briefmarken verwendet werden, im Auslandsverkehr galten nur die britischen Postwertzeichen. Im Jahr 1856 – dem Entstehungsjahr der One Cent Magenta – gingen die Briefmarken der britischen Kolonialherren langsam aus. Bis neue Postwertzeichen eintreffen, sollte es ganze zwei Jahre dauern. Deshalb beschloss die Verwaltung von Guayana selbst kurzerhand eigene Marken zu drucken.

 

Das Ergebnis war die „British Guiana 1c magenta“. Sie wurde damals außerdem von einem lokalen Postbeamten mit „EDW“ (Initialen des Postbeamten E. D. Wight) unterschrieben, um eine Fälschung dieser Briefmarke zu erschweren.



Ist die „British Guiana 1c magenta“ die teuerste Briefmarke der Welt?

 

Die One Cent Magenta war im Zeitraum von 2014 bis 2021 tatsächlich die teuerste bzw. wertvollste Briefmarke der Welt – mehr noch! Sie galt im Vergleich zu ihrem Gewicht als das teuerste Objekt überhaupt. Im Jahr 2014 wurde sie im Auktionshaus Sotheby’s in New York für einen damaligen Rekordpreis von 9,5 Millionen Dollar versteigert. Damit übertrumpfte sie die „Treskilling Yellow“, die zuvor einen Wert von 2,6 Millionen Dollar erreicht hatte. Doch im Jahr 2021 bekam die One Cent Magenta starke Konkurrenz. Ein „Roter Mauritius“ wurde in Ludwigsburg für 8,1 Millionen Euro versteigert.

 


Das Problem: Laut dem aktuellen Wechselkurs wäre der Rote Mauritius rund 8,8 Millionen Dollar wert und damit nur der zweite Platz hinter der One Cent Magenta mit 9,5 Millionen Dollar. Laut dem Wechselkurs im Jahr 2014, als die One Cent Magenta versteigert wurde, betrug ihr Wert jedoch rund 7 Millionen Euro. Damit wäre sie damals also weniger wertvoll gewesen als der Rote Mauritius heute (8,1 Millionen Euro) – ein Dilemma. Faktoren wie schwankende Wechselkurse und Inflation erschweren die tatsächliche Wertfindung und eine klare Gegenüberstellung.

 

 

Welche der beiden Briefmarken heute tatsächlich die wertvollste der Welt ist, ließe sich nur feststellen, wenn beide Exemplare zumindest zu einem ähnlichen Zeitpunkt neu versteigert werden würden. Dennoch: Unter Sammlern und Philatelisten trägt die One Cent Magenta mehrheitlich den Titel der wertvollsten Briefmarke der Welt.

 


Die „British Guiana 1c magenta“ wurde einst für ein paar Schilling verkauft.

 

Über die heute letzte bekannte One Cent Magenta weiß man, dass sie im Jahr 1873 von einem zwölfjährigen Jungen aus Schottland wiederentdeckt wurde, der damals in Britisch-Guayana lebte. Dieser Junge verkaufte die Briefmarke für ein paar Schilling an einen lokalen Briefmarkensammler.

 

Der vorletzte Käufer der „British Guiana 1c magenta“ war ein verurteilter Mörder.

 

Der vorletzte Besitzer dieser Briefmarke war der US-amerikanische Milliardär John E. du Pont. Im Jahr 1980 erwarb er die One Cent Magenta für den damaligen Rekordpreis von 935.000 Dollar. Allerdings wurde du Pont im Jahr 1997 wegen Mordes verurteilt und starb 13 Jahre später im Gefängnis. Daraufhin ließen seine Angehörigen die One Cent Magenta im Jahr 2014 als Teil seines Nachlasses versteigern – für 9,5 Millionen Dollar. Die Identität des neuen Käufers und Besitzers wurde nicht öffentlich bekannt gegeben. Während der Auktion bezeichnete ein Mitarbeiter die One Cent Magenta als „Mount Everest unter den Briefmarken“.

 

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