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  • Anastasia Michailova

Dimetrodon: Steckbrief und 10 spannende Fakten über den Dinosaurier

Der Dimetrodon ist einer der berühmtesten Dinosaurier des Perm. Mit seinem großen Rückensegel fällt das auf allen Vieren laufende Tier definitiv auf. In diesem Beitrag erfährst du 10 spannende Fakten, die du über Dimetrodon vielleicht noch nicht wusstest.


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Dimetrodon: DiBgd (Creative Commons) & Hintergrund: Lubo Minar (Unsplash)

Dimetrodon: Steckbrief

  • Gattung: Dimetrodon („zwei Arten von Zähnen“)

  • Gruppe: Fleischfressende Pelycosaurier

  • Entdeckung: 1878 (Edward Drinker Cope)

  • Zeitliches Auftreten: vor 300 bis 272,5 Mio. Jahren (Unterperm)

  • Fundorte: Europa, USA

  • Körperlänge: bis 3,5 Meter

  • Höhe: bis 2 Meter

  • Gewicht: bis 250 kg



1. Säugetier oder Dinosaurier? Dimetrodon gilt als „säugetierähnliches Reptil“.


Es gibt viel Diskussion darüber, ob Dimetrodon ein Dinosaurier oder bereits ein Säugetier war. Dimetrodon gehört zu den Pelycosauriern aus denen sich später die Säugetiere (Mammalia) entwickelt haben. Dimetrodon selbst gilt aber als Reptil und wird manchmal auch als „Ursaurier“ oder „Urahn der Dinosaurier“ bezeichnet. Denn er lebte noch vor den ersten „richtigen“ Dinosauriern.


2. Dimetrodon war größer als ein Mensch.


Mit einer Körperlänge von bis zu 3,5 Metern (so lang wie ein kleines Auto) und einer Höhe von bis zu 2 Metern war Dimetrodon definitiv größer als ein durchschnittlicher erwachsener Mensch.


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Dimetrodon: DiBgd (Creative Commons)

3. Dimetrodon: Was bedeutet sein Name?


Sein Name leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bedeutet „zwei Arten von Zähnen“. Damit unterschied sich Dimetrodon nämlich von anderen Reptilien. Seine Zähne waren nicht nur spitz, sondern auch scharf.


4. Dimetrodon-Fossilien wurden auch in Deutschland entdeckt.


Im Jahr 2013 entdeckten Forscher in Gotha (Thüringen) ein vollständiges Dimetrodon-Skelett. Die genaue Fundstelle ist der sogenannte „Bromacker“ nördlich von Tambach-Dietharz. Die dort gelegenen Steinbrüche gelten neben Nordamerika als bedeutendster Ausgrabungsort für Landwirbeltiere des Unterperm.



5. Dimetrodon war ein wechselwarmes Tier.


Wie andere Reptilien war Dimetrodon ein wechselwarmes Tier. Das bedeutet, dass seine Körpertemperatur von der Umgebung abhing. Wahrscheinlich war Dimetrodon deshalb auch tagaktiv.


6. Wozu diente das große Rückensegel des Dimetrodon?


Paläontologen vermuten, dass Dimetrodon sein großes, senkrecht nach oben stehendes Rückensegel dafür einsetzte, um seine Körpertemperatur besser zu regulieren. Um schnell aktiv zu werden, richtete er sich mit seiner Flanke zur Sonne aus und nahm mit dem Segel warme Sonnenstrahlen auf. Es ist auch denkbar, dass Dimetrodon-Männchen mit ihrem „Rücken-Schmuck“ Weibchen beeindrucken wollten bzw. das Rückensegel auch bei der Paarung eine Rolle spielte.


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Dimetrodon-Skelett im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe, Deutschland. Bild: H. Zell (Creative Commons)

7. Dimetrodon legte Eier.


Es wird vermutet, dass Dimetrodon-Weibchen Eier legten und diese bewachten. Doch sobald die Jungen schlüpften, waren diese auf sich allein gestellt. Es heißt, Mütter hätten sogar ihren eigenen Nachwuchs gefressen.


8. Dimetrodon stand an der Spitze der Nahrungskette.


Im Zeitalter des Unterperm war Dimetrodon eines der größten an Land lebenden Raubtiere. Er ernährte sich von Fleisch und damit von anderen, kleineren Landamphibien. Vielleicht zählte auch der bis zu 3 Meter lange Edaphosaurus zu seiner Beute (ein Pflanzenfresser, der Dimetrodon optisch sehr ähnlich sah). Vermutlich stand das Urzeitreptil seinerzeit an der Spitze der Nahrungskette. Allerdings hatte Dimetrodon auch Feinde. Er konnte wahrscheinlich von bis zu 5 Meter langen Gorgonopsiden gefressen werden – einer Gruppe von auf allen Vieren laufenden Landwirbeltieren mit großen, säbelzahnartigen Eckzähnen.



9. Es gab mehr als 20 verschiedene Dimetrodon-Arten.


Zwischen 1878 und 2001 wurden insgesamt 21 Arten des Dimetrodon entdeckt und beschrieben. Möglicherweise werden noch weitere gefunden.


10. Dimetrodon lebte in einer trockenen, kargen Landschaft.


Die Lebensräume des Dimetrodon und anderer Landwirbeltiere zur Zeit des frühen Perm waren trocken und wiesen nur wenig Vegetation auf. Zu Beginn war das Klima noch relativ kühl, es entwickelte sich aber zu einem stabilen Warmklima. Es wuchsen viele bodennahe Farne und im Laufe des Perm erschienen die ersten Nadelhölzer dieses Planeten.


 

 

Quellen bzw. weiterführende Links:


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