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Leonardo da Vinci: 15 Dinge, die du über den genialen Künstler und Erfinder noch nicht wusstest

Leonardo da Vinci ist einer der bedeutendsten Künstler und Universalgelehrten der Renaissance. Sein Vermächtnis sorgt bis heute für Erstaunen. Er malte nicht nur die Mona Lisa, sondern war auch Erfinder, Bildhauer, Musiker, Ingenieur, Architekt, Mathematiker, Anatom, Philosoph, Geologe, Biologe und Astronom. In diesem Beitrag zeigen wir dir 15 spannende Dinge, die du über Leonardo da Vinci vielleicht noch nicht wusstest. Los geht’s!


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Portrait: Wellcome Library no. 14024i & Hintergrund: Sergiu Vălenaș (Unsplash)

Leonardo da Vinci war ein uneheliches Kind


Der italienische Maler war der uneheliche Sohn des einflussreichen Notars Piero da Vinci und seiner Magd Caterina. Leonardo wurde am 15. April 1452 im Dorf Vinci in der Region Florenz geboren. Er hatte insgesamt zwölf Geschwister.



Leonardo da Vinci‘s richtiger Name


Sein vollständiger Name lautet „Lionardo di Ser Piero da Vinci“ – auf deutsch: „Lionardo, Sohn des Juristen Piero aus Vinci“. Seine erste datierbare Zeichnung signierte der Künstler als „Leonardo“ mit „e“. Seine Familie trug bereits vorher den Namenszusatz „da Vinci“ – sie waren jedoch nicht adelig.


Leonardo da Vinci ging nie zur Schule


Der junge Leonardo besuchte keine Schule, erhielt aber Unterricht im Hause seines Vaters. Auf diese Weise erlernte er Lesen, Schreiben und Mathematik. Allerdings brachte ihm niemand die griechische Sprache bei, die als Allgemeinwissen für einen Gelehrten der Renaissance angesehen wurde. Später schickte ihn sein Vater zur Ausbildung in die Werkstatt des florentiner Bildhauers und Malers Andrea del Verrocchio.



10 berühmte Gemälde und Kunstwerke von Leonardo da Vinci


  1. Mona Lisa

  2. Das letzte Abendmahl

  3. Der vitruvianische Mensch

  4. Salvator Mundi

  5. Felsgrottenmadonna

  6. Die Dame mit dem Hermelin

  7. Johannes der Täufer

  8. Anna Selbdritt

  9. La Belle Ferroniere

  10. Der Heilige Hieronymus


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Jedes Jahr schauen sind rund 10 Millionen Besucher die Mona Lisa im Louvre Museum in Paris an. Bild: Eric TERRADE

Viele von Leonardo da Vinci’s Gemälden sind unvollendet. Es werden ihm zudem viele weitere Werke zugeordnet, bei denen jedoch ein eindeutiger Herkunftsbeweis fehlt.


10 bedeutende Erfindungen von Leonardo da Vinci


  1. Flugmaschinen – mit Flügeln und Rotorblättern

  2. Gepanzerte Kampffahrzeuge

  3. Fahrräder

  4. Mechanische Rechenmaschinen

  5. Tauchapparate

  6. Dampfmaschinen

  7. Neuartige Bohrmaschinen

  8. Mit Wasserkraft angetriebene Motoren

  9. Erste Untersuchungen zur Energiegewinnung aus Sonnenlicht

  10. Erste „Roboter“ mit Zugfederantrieb, darunter einen mechanischen Löwen, der von selbst laufen und einen mechanischen Ritter, der eigenständig winken konnte



Dem Universalgelehrten gelangen Entdeckungen in den Bereichen des Bauingenieurwesens, der Anatomie, Astronomie, Geologie, Hydraulik und Optik. Viele seiner Erfindungen zeugen von seinem hohen technischen Verständnis. Zudem war er überzeugt, dass nicht Gott die Welt erschaffen hatte. Er versuchte die Gestirne am Himmel zu erklären – wie bereits antike Kulturen vor ihm. Heute ist ein Mondkrater nach Leonardo da Vinci benannt.


Weil er seine Schriften jedoch nicht veröffentlichte, hatten Leonardo da Vinci‘s Erfindungen und Entdeckungen keine direkten Auswirkungen auf die zeitgenössische Entwicklung der Wissenschaften. Seine Aufzeichnungen wurden erst viel später wiederentdeckt und publik gemacht. Heute sind rund 13.000 Notizblätter von ihm bekannt. US-Milliardär Bill Gates kaufte das 72-seitige Manuskript „Codex Leicester“ im Jahr 1994 für rund 30 Millionen Dollar. Damit ist dies die teuerste jemals verkaufte Handschrift der Welt.


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Der Codex Leicester (1506–1510), auch Codex Hammer genannt. Bild: Public Domain

Außerdem: Viele von Leonardo da Vinci‘s theoretischen Erfindungen waren im 15. und frühen 16. Jahrhundert einfach nicht realisierbar. Bestimmte Bereiche wie die Metallurgie und der Maschinenbau waren dafür noch nicht weit genug entwickelt. Da Vinci war in vielerlei Hinsicht ein Visionär und seiner Zeit voraus. Wie wäre die Weltgeschichte wohl verlaufen, wenn es bereits in der Renaissance Dampfmaschinen gegeben hätte?


„Leonardo da Vinci zeichnete sich in allem, was er tat, durch unvergleichliche Begabung aus. Der Ruhm seines Namens erhöhte sich ständig, sodass er nicht nur von seinen Zeitgenossen, sondern weit mehr noch von seiner Nachwelt aufs Höchste gepriesen wurde.“ - Giorgio Vasari, da Vinci-Biograph, 1568


Leonardo da Vinci war vielleicht homosexuell


Im Jahr 1476 wurde Leonardo da Vinci der Sodomie angeklagt – damals gleichbedeutend mit Homosexualität. Er soll mit dem Malermodell Jacopo Saltarelli intim geworden sein. Darauf stünde normalerweise der Tod auf dem Scheiterhaufen. Allerdings konnte da Vinci der Vorwurf nie nachgewiesen werden. Aus diesem Grund wurde er freigesprochen. Leonardo da Vinci hat nie geheiratet und blieb kinderlos. Es heißt, er hätte eine intime Beziehung zu seinem Malerschüler Salai gehabt. Es wird sogar vermutet, dass der Name für das Gemälde „Mona Lisa“ lediglich ein Anagramm für „Mon Salai“ ist.


Leonardo da Vinci war sehr musikalisch


Als junger Mann wurde Leonardo da Vinci häufig als Musiker am Mailänder Hof engagiert. Er war ein sehr begabter Lyra-Spieler – ein bereits in der Antike bekanntes Zupfinstrument, ähnlich wie eine Harfe.


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Der vitruvianische Mensch (um 1492) - ein weltweites Symbol für Symmetrie und Schönheit. Bild: Luc Viatour (Creative Commons)

Leonardo da Vinci konnte Eisen mit bloßen Händen verbiegen


Es heißt, der Universalgelehrte war auf keine seiner Erfindungen und auf keines seiner Gemälde so stolz, wie auf seine Fähigkeit Eisen mit bloßen Händen zu verbiegen. Wahrscheinlich handelte es sich um Eisenstäbe.


Leonardo da Vinci war vielleicht Vegetarier


Heute wird angenommen, dass Leonardo da Vinci bei seiner Ernährung bewusst auf Fleisch verzichtete.


„Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier ebenso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen.“ - Leonardo da Vinci


Leonardo da Vinci sezierte Leichen


Insgesamt soll der Anatomie-interessierte Leonardo da Vinci mehr als 30 Leichen untersucht und seziert haben. Dadurch gelangen ihm zahlreiche für das Abendland neue Erkenntnisse über den menschlichen Körper. Das Aufschneiden von Toten stand im christlich geprägten Italien der frühen Neuzeit jedoch unter Strafe. So hatte der Papst Bonifatius VIII. (reg. 1294 – 1303) das Sezieren von Leichen durch einen Erlass streng verboten. Doch in der Renaissance wurde die Neugier für den menschlichen Körper immer größer. Neben da Vinci widmeten sich auch andere Künstler wie Michelangelo, Raffael und Dürer dem Studium der Anatomie.


Leonardo da Vinci war Linkshänder und Legastheniker


Heute sind Forscher der Auffassung, dass Leonardo da Vinci vorwiegend mit der linken Hand schrieb und zudem eine Rechtschreibschwäche hatte. Trotzdem konnte er mit einer Hand schreiben, während er mit der anderen zeichnete – gleichzeitig!


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Die Unterschrift von Leonardo da Vinci, Codex Forster III (1490-1493) Victoria and Albert Museum / V&A Prints (Creative Commons)

Leonardo da Vinci schrieb in Spiegelschrift


Wenn der Erfinder ein Manuskript weitergeben wollte, verfasste er es in gewohnter Schreibweise. Viele Aufzeichnung von Leonardo da Vinci sind jedoch in Spiegelschrift geschrieben. Der genaue Grund für diese „Geheimnistuerei“ ist heute unbekannt. Möglicherweise hatte da Vinci Angst, dass seine Entdeckungen in die Hände der römisch-katholischen Kirche geraten könnten. Seine anatomischen und auch astronomischen Erkenntnisse hätten der Kirche missfallen. Es gibt jedoch auch die Vermutung, dass er als Linkshänder auf diese Weise einfach schneller von rechts nach links schreiben konnte und dabei die Tinte nicht verwischte.


Leonardo da Vinci konnte als erster das Alter von Bäumen bestimmen


Der naturbegeisterte da Vinci entdeckte als erster, dass das Alter eines Baumes anhand seiner Jahresringe im Baumstamm bestimmt werden kann.



Leonardo da Vinci starb in Frankreich


Das Universalgenie starb am 2. Mai 1519 im Alter von 67 Jahren auf Schloss Cloux in Amboise. Der französische König Franz I. bot da Vinci an, seinen Lebensabend auf dem Anwesen zu verbringen. Franz I. galt als großzügiger Förderer von Kunst und Wissenschaft.


Leonardo da Vinci’s Todesursache ist ungeklärt


Die genaue Todesursache von Leonardo da Vinci ist bis heute unbekannt. Es heißt, er hätte seine rechte Hand bereits zwei Jahre vor seinem Ableben nicht mehr richtig bewegen können. Deshalb vermuten viele einen Schlaganfall.


 

Buchtipp zum Artikel: „Leonardo da Vinci: Die Biographie | Der New-York-Times-Bestseller über das größte Genie der Menschheitsgeschichte“


 

Quellen bzw. weiterführende Links:


(1) ARD alpha: „Leonardo da Vinci - Universalgenie der Renaissance“

(2) GEO: „Leonardo da Vinci: Porträt eines Universalgenies“

(3) Deutsche Apothekerzeitung: „Geschichte der Anatomie von Andreas Vesalius bis Goethe“

(4) nicofranz.art: „Leonardo da Vinci - Erfindungen“

(5) blick.ch: „Heute vor 500 Jahren starb Leonardo da Vinci - Zehn Fakten zum Mann mit den hundert Talenten“

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