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Nikola Tesla: Das sind 7 seiner bedeutendsten Erfindungen

Er gilt als einer der größten Erfinder aller Zeiten. Nikola Tesla prägt die Welt mit seinen technischen Innovationen bis heute. Tesla‘s großer Traum: Die ganze Welt kostenlos mit Strom zu versorgen. Für viele ist der kroatisch-amerikanische Physiker ein Visionär und Prophet. Er war seiner Zeit in vielerlei Hinsicht weit voraus. Doch was verdanken wir ihm? Hier zeigen wir dir 7 der wichtigsten Erfindungen von Nikola Tesla!


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Bilder: Nikola Tesla - Urheber unbekannt (Creative Commons), Technische Zeichnung - Reto Scheiwiller (Pixabay)

Nikola Tesla‘s Erfindung des Wechselstroms


Es klingt vielleicht nicht sehr spannend, aber diese Erfindung war ein Game Changer! Sie macht die Welt, wie wir sie heute kennen, erst möglich. Zuvor verließen sich die Menschen auf den sogenannten Gleichstrom – entwickelt von Thomas Edison. Gleichstrom fließt nur in eine Richtung. Es ist schwierig die Spannung in diesem System zu erhöhen, weshalb Gleichstrom nicht über lange Distanzen hinweg übertragen werden kann. Nikola Tesla erkennt das Problem und entwickelt einen Motor, der mit Wechselstrom läuft. Die Spannung lässt sich viel stärker erhöhen. Dadurch fließt der Strom auch über weite Strecken. Das macht diese Energieform viel effizienter und wirtschaftlicher.



Als Nikola Tesla 1884 aus Europa zu seinem großen Vorbild – Thomas Edison – in die USA reist, um ihm seine Erfindung vorzustellen, wird der junge Erfinder von Edison abgewiesen. Daraus entsteht eine lebenslange Rivalität – bekannt als der sogenannte „Stromkrieg“. Mithilfe des US-amerikanischen Ingenieurs und Großindustriellen George Westinghouse kann der aufstrebende Nikola Tesla seine Technologie jedoch weiterentwickeln. Am Ende setzt sich Tesla‘s Wechselstrom gegenüber Edison’s Gleichstrom durch. Heute werden rund 95 Prozent der weltweiten Elektrizität mit Wechselstrom übertragen.


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Nikola Tesla vor einer riesigen Tesla-Spule, 1896. Bild: Electrical Review (Creative Commons)

Nikola Tesla: Die Tesla-Spule


Nikola Tesla war auf der Suche nach Möglichkeiten, um Strom in Zukunft drahtlos übertragen zu können. Mit der Entwicklung der sogenannten „Tesla-Spule“ wollte er Elektrizität durch die Luft fließen lassen. Die Spule verwandelt niedrige Stromspannung in Hochspannung. Dieser Transformator kann das elektrische Signal durch intensive Schwingungen mit hohen Frequenzen extrem verstärken. Die intensiven elektrischen Felder bewirken, dass sogar eine Leuchtstofflampe zum Leuchten gebracht wird, die sich zwar in der Nähe der Spule befindet, aber nicht durch einen Draht mit ihr verbunden ist (dazu später mehr!). Auf diese Weise wollte Nikola Tesla Strom durch die ganze Welt schicken. Man bezeichnet die Tesla-Spule auch als „Resonanz-Transformator“.



Nikola Tesla und das erste Radio


Die Entwicklung der Tesla-Spule machte viele weitere Erfindungen erst möglich. Nikola Tesla’s Resonanz-Transformator wurde zur Grundlage des Radios und der drahtlosen Kommunikation. Denn die Tesla-Spule ermöglicht es, elektromagnetische Wellen so gezielt zu beeinflussen, dass ein Signal mit einer viel präziseren und frei einstellbaren Frequenz entsteht. Das ist der Beginn der Funk-Kommunikation und der Senderwahl im Radio, wie wir sie heute kennen.


Doch trotzdem gilt Nikola Tesla heute nicht als „Vater des Radios“. Der Italiener Guglielmo Marconi nutzt Tesla’s Transformator in seinen Funkanlagen und reicht dafür sogar ein Patent ein. Doch weil Nikola Tesla auf seine Technologie bereits einige Jahre zuvor ebenfalls ein Patent angemeldet hatte, lehnt das Patentamt Marconi’s Anliegen ab. Doch wenige Jahre später ändert es seine Meinung: Marconi bekommt 1904 das Patent für das erste Radio. Tatsächlich gebürt diese Erfindung dem Physiker Nikola Tesla.


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Nikola Tesla in seinem Labor in Colorado Springs (USA). Das Bild ist mehrfach belichtet. Tesla befand sich zum Zeitpunkt der Blitzentladung nicht im selben Raum. Bild: Dickenson V. Alley (Creative Commons)

Nikola Tesla’s Erfindung der Leuchtstofflampe


Seit 1938 sind sie auf dem Markt: Leuchtstofflampen. Heute kennt sie jeder, aber kaum jemand weiß, dass Nikola Tesla sie erfunden hat. Bei einer normalen Glühbirne gehen rund 95 Prozent der Energie als Wärme verloren. Das ist der Grund, warum Glühbirnen so heiß werden. Im Inneren betragen die Temperaturen ca. 2.500 Grad Celsius. Mit der Leuchtstofflampe gelang dem Physiker Nikola Tesla eine bahnbrechende Erfindung. Die Leuchtstofflampe erzeugt mit der ihr zur Verfügung stehenden Energie nämlich mehr Licht als Wärme. Ganz nebenbei entwickelte Tesla auch das erste Neonlicht, als er versuchte schwarzes Licht sichtbar zu machen.


Nikola Tesla nutzt die Leuchtstofflampen für eine atemberaubende Show. Bei Vorführungen hält er scheinbare Glühbirnen in der Hand, die ohne jegliche Verbindung zu einem Stromkreis leuchten. Tesla’s „drahtlose Zauberlampen“ bringen das Publikum zum Staunen! Tatsächlich befindet sich Gas in den Leuchtstofflampen. Dessen Atome werden unter Hochspannung angeregt. Sie entladen sich und geben Licht ab – das Gas leuchtet.



Das Besondere: Die Übertragung der Hochspannung zur Lampe funktioniert nicht nur mit einem Kabel, sondern auch über die Luft. Mithilfe seiner Tesla-Spulen erzeugt der Erfinder starke elektrische Felder, die in der Lage sind, das Gas in den Leuchtstofflampen anzuregen. Mit dieser Form der drahtlosen Energieübertragung begannen die Lampen wie aus dem Nichts zu leuchten. Für viele ein Wunder!


Nikola Tesla’s erste Fernsteuerung


Im Jahr 1898 hält Nikola Tesla eine weitere kuriose Vorführung. In einem Teich präsentiert der Erfinder das erste ferngesteuerte Boot der Welt. Es ist rund 1,5 Meter lang und hat einen tiefliegenden Rumpf. Außerdem besitzt es ein Steuerruder, Positionslichter und mehrere lange Antennen. Das unbemannte Boot fährt wie von alleine – vorwärts, rückwärts und im Zickzack. Die Zuschauer sind verblüfft! Nikola Tesla lenkt das Boot mit einer Art „Kästchen“.


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Nikola Tesla bei einem seiner Experimente, 1891. Bild: teslauniverse.com (Creative Commons)

Doch es handelt sich nicht um Telepathie oder Magie. Nikola Tesla steuert seine Erfindung mit Radiowellen. Den Sender hält der Physiker in seiner Hand. Der Empfänger befindet sich im Boot: Ein Kanister mit Metallpulver, der sich exakt so ausrichtet, dass Strom fließen kann, sobald er ein Radiosignal empfängt. Die Kombination aus verschiedenen Schaltelementen macht es möglich, bestimmte Bereiche des Bootes zu steuern. So zum Beispiel den Motor, der die Schiffsschraube antreibt, oder die Positionslichter. Die bahnbrechende Entwicklung der Fernsteuerung ist heute die Basis für Drohnen, Raketen, zahlreiche Fahrzeuge und elektronische Geräte.


Nikola Tela’s Elektromotor


Das kleine ferngesteuerte Boot birgt noch eine zweite Sensation: Den Motor! Es handelt sich nämlich um den ersten Elektromotor. Grundlage hierfür war Nikola Tesla’s Entdeckung des rotierenden Magnetfeldes. Im Jahr 1882 wandelte er erstmals Wechselstrom mithilfe sogenannter „Statorspulen“ in mechanische Energie um. Durch die Einspeisung von Wechselstrom entsteht ein rotierendes Magnetfeld. Durch Induktion bekommt ein Rotor in der Mitte der Spule auch ein Magnetfeld, das dem rotierenden Magnetfeld folgen will. Das Ergebnis: Der Rotor steht sich.



Nikola Tesla verbesserte diese Technologie immer weiter. Das Resultat war der sogenannte „Drehstrom-Asynchronmotor“ – heute in jeder Maschine zu finden, die Kraftstrom in Bewegung setzt. Ein gutes Beispiel für dieses Prinzip ist „Tesla’s Ei“. Es funktioniert so:


Unter einer Holzplatte sind drei Spulen angebracht, die mit Drehstrom gespeist werden. Dadurch erzeugen sie ein magnetisches Drehfeld. Wird dann ein leitender Gegenstand (z. B. ein Ei aus Kupfer) auf die Holzplatte gelegt, induziert das Magnetfeld diesem Gegenstand Strom. Ein neues Magnetfeld entsteht. Das magnetische Drehfeld übt eine Kraft auf das induzierte Magnetfeld aus. Der Gegenstand – also das Ei – beginnt sich zu drehen. Du kannst dir den spannenden Effekt von Tesla’s Ei in diesem kurzen Video anschauen:



Nikola Tesla’s Todesstrahl


Um diese Erfindung ranken sich bis heute Legenden. Es heißt, Nikola Tesla hätte 1934 eine bisher nie dagewesene Teilchenstrahlen-Waffe entwickelt, mit dem zum Beispiel Flugzeuge aus weiter Entfernung abgeschossen werden können. Dieser Todesstrahl könnte den Himmel jedes Landes mit einem undurchdringlichen Netz aus Teilchenstrahlen bedecken, sodass sich ein Angriff aus der Luft nicht lohnen würde. Nikola Tesla wollte mit dieser furchtbaren Waffe Krieg ein für alle Mal unmöglich machen. Mit diesem Schutzschild wäre jedes Land uneinnehmbar.


Da die Umstände seines Todes bis heute ungeklärt sind, wird vermutet, dass er eventuell wegen dieser Erfindung umgebracht wurde. Die Pläne für seinen Todesstrahl durften nicht in feindliche Hände geraten. Nikola Tesla hatte seine Waffe zuerst der US-Regierung angeboten – diese nahm den Erfinder jedoch nicht ernst. Seine Technologie sprach sich allerdings schnell rum und viele Regierungen hatten Interesse an ihr.



Da Nikola Tesla mit seiner Waffe die Nazis in Deutschland besiegen und damit den Zweiten Weltkrieg beenden wollte, verkaufte er Pläne für seine verheerende Waffe an die damalige Sowjetunion. Er hoffte, dass die UdSSR das Nazi-Regime mit seinem Wissen aufhalten könnte. Heute ist bekannt, dass Nikola Tesla vom FBI beschattet wurde. Kurz bevor ein erneutes geplantes Treffen zwischen Telsa und der US-Regierung stattfinden konnte, starb der Erfinder im Jahr 1943 in seinem Hotelzimmer in New York City.


Bis heute scheint keiner der ehemaligen Sowjetstaaten einen Todesstrahl nach Nikola Tesla gebaut zu haben. Weitere Pläne für seine Erfindung sind nach seinem Tod verschwunden. Jedoch tauchen mit der Zeit überall auf der Welt angebliche Konstruktionspläne und Notizen des genialen Physikers zu verschiedenen Technologien auf. Ob Nikola Tesla's Teilchenstrahlen-Waffe jemals funktioniert hätte, wird vielleicht niemals geklärt werden.


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Buchtipp zum Artikel: „Nikola Tesla: Meine Erfindungen - Eine Autobiografie“


 

Quellen bzw. weiterführende Links:


(1) Scinexx: „Nikola Tesla - Visionärer Erfinder und verkanntes Genie“

(2) Deadly Intelligence: „Mysteriöse Strahlenwaffe“ [Dokumentation]

(3) tesla-info.de: „Mehrphasen-Induktionsmotor“

(4) superprof.de: „Teslas Beitrag zur Physik“

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