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  • Anastasia Michailova

Kohlendioxid: Wie schädlich ist CO₂ für das Klima? | Einfach erklärt

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Kohlendioxid macht nur einen geringen Teil der Atmosphäre aus und ist trotzdem eines der wirksamsten Treibhausgase. Warum sind bereits kleine Mengen CO₂ so gefährlich für das Klima?


Wie schädlich ist Kohlendioxid (CO2) für das Klima?
Wie schädlich ist Kohlendioxid für das Klima?

Wie hoch ist der Anteil von CO₂ in unserer Atmosphäre?

 

Die Atmosphäre der Erde besteht nur zu 0,04 Volumenprozent aus Kohlendioxid (CO₂) – oder rund 420 ppm (parts per million / Teile pro Million). Der Großteil setzt sich aus Stickstoff, Sauerstoff und Argon zusammen. Und trotzdem ist CO₂ eines der stärksten Treibhausgase, die zur Erderwärmung beitragen. Warum ist das so?

 


Wie beeinflussen Treibhausgase die Temperatur auf der Erde?

 

Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan oder Lachgas spielen eine wichtige Rolle dabei, unseren Planeten bewohnbar zu machen. Sie bilden eine Art Schutzschild in der Erdatmosphäre und verhindern, dass die Wärmestrahlung der Sonne von der Erdoberfläche ungehindert zurück in den Weltraum entweicht. Die Gase sorgen dafür, dass ein Teil der Wärme zurück zur Erde reflektiert wird. Ohne diesen Treibhauseffekt und ohne unsere Atmosphäre wäre es auf der Erde durchschnittlich –18 Grad Celsius kalt. Mit Atmosphäre beträgt die durchschnittliche Temperatur 15 Grad Celsius.


Treibhauseffekt, Infografik
Treibhauseffekt-Infografik

Das Problem: Je mehr Treibhausgase in der Atmosphäre vorkommen, desto mehr Wärme bleibt auf der Erdoberfläche. Der Planet erwärmt sich.

 

Warum ist CO₂ so schädlich für das Klima?

 

Es braucht jedoch nicht viele Treibhausgase, um bereits messbare Veränderungen hervorzurufen. Denn entscheidend für eine stabile Temperatur ist vor allem die Menge an Wasserdampf (Wolken) in der Atmosphäre. Und der Anteil an Wasserdampf steigt bereits bei einer geringen Erhöhung der Temperaturen. Je wärmer es ist, desto mehr Wasserdampf gelangt in die Atmosphäre. Je mehr Wasserdampf in der Atmosphäre vorkommt, desto stärker findet der Treibhauseffekt statt. Das Ergebnis ist der Klimawandel, wie wir ihn derzeit erleben.



Die vergleichsweise geringe zusätzliche Menge CO₂ in der Atmosphäre, die vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzt wurde, führt zu sich selbst verstärkenden Effekten – sogenannten „Feedback Loops“. Treibhausgase bewirken eine Erhöhung der Durchschnittstemperaturen auf der Erde und kurbeln den Treibhauseffekt an. Durch die höheren Temperaturen entsteht mehr Wasserdampf und dieser verstärkt den Treibhauseffekt noch weiter.

 

Laut dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation besteht unsere Atmosphäre aus weniger als 4 Prozent Wasserdampf. Aber dennoch trägt der Wasserdampf rund 70 Prozent zum Treibhauseffekt bei. Der Anteil von 0,04 Prozent CO₂ in der Atmosphäre macht etwa 20 bis 30 Prozent des Treibhauseffektes aus.

 


Wissenswert: Auch Methan ist ein effektives Treibhausgas, das jedoch anders wirkt als Kohlendioxid. CO₂ bleibt bis zu 500 Jahre in der Atmosphäre. Methan nur 12 Jahre, ist aber innerhalb dieser kurzen Zeit 28-mal schädlicher als Kohlendioxid.


 

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